Methanol-Brennstoffzellen für netzunabhängige Stromversorgung

3. Juni 2024 | Die Siqens GmbH aus München meldet Bestellungen aus Schweden und der Schweiz. Die mit Methanol betriebenen Geräte der Reihe Ecoport dienen insbesondere im Verkehrssektor zur netzunabhängigen Stromversorgung mit Wasserstoff. Auch aus den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie aus Saudi-Arabien gebe es bereits Interessenten.

Nach Angaben von Siqens kommen die Bestellungen der Ecoport-Zellen von nicht näher genannten „schweizerischen Behörden” sowie „Wirtschaftsunternehmen” aus Schweden. Gleichzeitig befinde man sich „in fortgeschrittenen Gesprächen” mit Interessenten aus Saudi-Arabien, die zu einem ersten MoU geführt hätten.

Zudem sei Siqens mit potenziellen Kunden aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und aus dem deutschsprachigen Raum in Verhandlungen. Gegenwärtig seien insgesamt rund 250 Ecoport-Systeme in verschiedenen Anwendungsfeldern im Einsatz, insbesondere in der Verkehrsüberwachung und -steuerung.

Brennstoffzellen als Notstromaggregate

Die Hochtemperatur-Brennstoffzellen basieren auf einer von SIqens patentierten Technologie. Sie werden in Off-Grid-, Notstrom- und mobilen Anwendungen genutzt, meist in Kombination mit einer Batterie als integriertes, vollautomatisiertes System. Die Zellen sollen in erster Linie Versorgungslücken von Photovoltaik und Windenergie überbrücken und dabei herkömmliche Dieselgeneratoren ersetzen.

Der für die Energieerzeugung nötige Wasserstoff wird aus flüssigem Methanol direkt im System gewonnen. Laut Unternehmen zeichnen sich die Brennstoffzellen zudem durch einfache Handhabung, niedrigen Wartungsaufwand und geringen Brennstoffverbrauch aus. Zudem leisteten sie einen „entscheidenden Beitrag” zur Reduktion des CO2-Ausstoßes – durch dein Einsatz von erneuerbarem Methanol (auch E-Methanol) sei sogar ein klimaneutraler Betrieb möglich.

Über die Ecoport-Systeme hinaus bietet Siquens Systeme zur elektrochemischen Wasserstoff-Separation (EHS)  und -reinigung an. Die EHS bezeichnet das Unternehmen als „hocheffiziente und extrem kostengünstige Alternative zur Elektrolyse”. Anwendung findet die Technologie seit Februar bei den Stadtwerken der fränkischen Stadt Haßfurth. 

 

(Quelle: Siqens/2024)

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