mosaHYc: Finale Investitionsentscheidung für Wasserstoffprojekt

16. April 2024 | Das transnationale Wasserstoffnetz mosaHYc soll den H2-Transport zwischen Frankreich und dem Stahlstandort Dillingen gewährleisten. Dafür haben die beteiligten Unternehmen Creos, GRTgaz und Rogesa nun trilaterale Verträge unterzeichnet. Auf französischer Seite ist die finale Investitionsentscheidung bereits getroffen worden, Creos Deutschland warte noch auf den Förderbescheid von Bund und Land.

(© Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände e. V. & © europakarte.org)

Für das Projekt mosaHYc haben die Netzbetreiber Creos Deutschland Wasserstoff GmbH hat mit GRTgaz SA aus Frankreich mit der Rogesa Roheisengesellschaft Saar mbH nach eigenen Angaben trilaterale Verträge unterzeichnet. Damit habe man die Grundlage für den Aufbau des grenzüberschreitenden Wasserstoffnetzes mosaHYc. gelegt.

Ziel ist aus deutscher Perspektive, Wasserstoff zum Stahlstandort Dillingen zu transportieren. Dies gewährleiste eine grüne Stahlproduktion im Rahmen des Projekts Power4Steel.

Die Inbetriebnahme des mosaHYc Wasserstoffnetzes und der neuen Stahlproduktionsanlagen ist für 2027 geplant.

Französische FID fix, deutsche steht noch aus

GRTgaz und die Creos Deutschland insgesamt 110 Mio. Euro in den Aufbau des Wasserstoffnetzes investieren. Auf der deutschen Seite belaufen sich die Kosten auf 70 Mio. Euro, die restlichen 40 Mio. Euro entfallen auf die französische Seite.

In Frankreich wird mosaHYc im Rahmen des Programms France Relance unter der Leitung der französischen Umweltagentur ADEME unterstützt. Erst kürzlich wurde das Projekt von der Europäischen Kommission als IPCEI-Projekt („Important Project of Common European Interest“) notifiziert.

Während die finale Investitionsentscheidung auf französischer Seite bereits steht, wollen die deutschen Projektpartner noch auf den Förderbescheid von Bund und Ländern warten. Dass dieser bald kommt, gilt nach der jüngsten IPCEI-Notifizierung jedoch als wahrscheinlich.

mosaHYc

Für das grenzüberschreitende Pipelinenetz strukturieren die genannten Netzbetreiber 90 km des Gasnetzes um. Rund 70 km sollen aus umgestellten Gas-Leitungen bestehen. Die restlichen 20 km sollen durch den Neubau auf saarländischer Seite zu einem ersten Inselnetz zwischen Deutschland und Frankreich ergänzen.

Das Inselnetz wird den ersten Großverbraucher, die Rogesa eine gemeinsame Tochter der Stahlunternehmen Dillinger (Aktien-Gesellschaft der Dillinger Hüttenwerke) und Saarstahl AG mit den Wasserstoffproduzenten entlang der Trasse verbinden. Das Pipelinenetz soll durch Völklingen, Saint-Avold, Carling, Bouzonville, Perl (an der luxemburgischen Grenze), Saarlouis und Dillingen verlaufen. Die Netzbetreiber gehen davon aus, dass die Leitung jährlich bis zu 50.000 Tonnen Wasserstoff zum Standort des Stahlproduzenten transportieren wird.

mosaHYc ist außerdem Teil der Europäischen Wirtschaftlichen Interessenvereinigung „Grande Region Hydrogen”, in der sich zwölf Industrieunternehmen für den Wasserstoffhochlauf in der Region einsetzen.

(Quelle: Creos Deutschland GmbH/2024)

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