Rotterdamer Hafen: Zusammenarbeit für Wasserstoff und Ammoniak aus Kanada

23. Mai 2024 | EverWind Fuels will zukünftig grünen Wasserstoff und Ammoniak aus Kanada nach Europa liefern. Ankommen sollen die grünen Energieträger am Hafen von Rotterdam. Dafür sind das kanadische Unternehmen und der Hafenbetreiber eine Zusammenarbeit eingegangen. Gemeinsam mit Vertretern der Provinz Nova Scotia gaben die CEOs der Unternehmen bekannt, dass sie den Aufbau der Lieferketten für Wasserstoff und Ammoniak vorantreiben wollen.

Der Rotterdamer Hafen ist der größte Seehafen Europas und damit einer der wichtigsten Vertriebskanäle für Nordwesteuropa. Diesen will EverWind für sich nutzen, um grünen Wasserstoff aus den eigenen Projekten in Kanada nach Nordwesteuropa zu liefern. Durch die Kooperation will das kanadische Unternehmen den Hafen von Rotterdam unterstützen und ihn mit zu einer internationalen Drehscheibe für die Wasserstoffindustrie aufbauen.

Über Rotterdam wird bereits heute dreimal so viel Energie transportiert, wie in den gesamten Niederlanden verbraucht wird. Experten erwartet, dass im Jahr 2050 18 Millionen Tonnen Wasserstoff über Rotterdam nach Europa importiert werden. Dafür bereite sich der Hafen bereits vor.

Es gebe mehrere fortgeschrittene Entwicklungen, um bereits 2026 grünes Ammoniak zu erhalten, heißt es in einer Pressemeldung. Schon im Hafengebiet gäbe es mehrere Ammoniak- und Wasserstoffverbraucher, die an verschiedene Verteilwege für grüne Brennstoffe angeschlossen sind.

Wasserstoff und Ammoniak aus Kanada

„Als Europas führende Energiedrehscheibe sind wir uns der Bedeutung von grünem Wasserstoff für die Dekarbonisierung der europäischen Industrie bewusst und bauen Infrastrukturen, Anlagen und Kooperationen auf, die dazu beitragen werden, dies zu erreichen“, sagte Boudewijn Siemons, CEO der Hafenbehörde von Rotterdam.

EverWind hat nach eigenen Angaben vor Kurzem das Front-End-Engineering-Design (FEED) abgeschlossen. Die mehr als 110.000 Ingenieurstunden umfassende Entwicklungsphase sei ein wichtiger Meilenstein des Unternehmens. Zusätzlich sei es der erste angekündigte Abschluss des FEED für eine groß angelegte Produktionsanlage für Wasserstoff und Ammoniak in Nordamerika.

Die Rotterdamer Hafenbehörde erwartet, dass der Wasserstoff und Ammoniak von EverWind zu den ersten Mengen gehören werden, die aus Nordamerika nach Europa kommen. Neben der Zusammenarbeit mit dem kanadischen Unternehmen haben die Betreiber des Rotterdamer Hafen weitere Kooperationen geschlossen. Erst im April diesen Jahres wurde bekannt, dass im Hafen eine neue Importanlage für gasförmigen Wasserstoff und Ammoniak entstehen soll. Diese wird mit zwei australischen Unternehmen errichtet.

(Quelle: Port of Rotterdam)

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