Zukunft der Mobilität: Wasserstoff und Hochleistungsbatterien im Fokus

Die Zukunft der Mobilität wird derzeit intensiv erforscht – und sie dürfte vielfältiger werden, als bisher gedacht. Ein aktueller Beitrag des ÖAMTC gibt Einblick in vielversprechende Entwicklungen, die das Energieproblem der Mobilität schon in naher Zukunft deutlich entschärfen könnten.
Einerseits werden Batterien immer leistungsfähiger: Laut dem Batterieforscher Maximilian Fichtner vom Helmholtz-Institut existieren bereits Zellprototypen mit einer Speicherkapazität von 700 Wattstunden pro Kilogramm. Diese könnten Reichweiten von bis zu 1.900 Kilometern für Elektroautos ermöglichen – deutlich mehr als aktuelle Modelle. Gleichzeitig wird an ultraschnellen Ladeinfrastrukturen gearbeitet: Das Projekt „Medusa“ des Austrian Institute of Technology (AIT) entwickelt Schnellladestationen im Multi-Megawatt-Bereich, die etwa einen 400-kWh-Elektrobus in nur acht Minuten vollständig laden können.

Auf der anderen Seite erlebt auch die Wasserstofftechnologie eine Renaissance. So plant BMW, im Jahr 2028 sein erstes Serien-Wasserstofffahrzeug auf den Markt zu bringen. Parallel dazu baut die OMV in Niederösterreich eine 140-Megawatt-Elektrolyseanlage, mit der jährlich bis zu 23.000 Tonnen grüner Wasserstoff produziert werden könnten. Allerdings zeigt sich das Bild nicht durchgehend positiv: Während Investitionen in Wasserstoff steigen, werden gleichzeitig bestehende Wasserstoff-Tankstellen im Inland geschlossen. Auch Airbus hat seine ambitionierten Pläne für ein Wasserstoffflugzeug bis 2035 vorerst zurückgestellt.
Der Beitrag kommt zu dem Schluss, dass noch offen ist, welche Technologien sich langfristig durchsetzen werden – sei es batterieelektrisch, wasserstoffbasiert oder eine Kombination beider Ansätze.

Fest steht jedoch: Es wird geforscht, investiert und entwickelt. Und es ist gut möglich, dass wir dem Ziel einer emissionsfreien Mobilität bis 2040 deutlich näher sind, als viele glauben.

Quelle: ÖAMTC, „Mobilität der Zukunft“, Juni 2025
www.oeamtc.at