Wasserstoff-ABC

Die Welt des Wasserstoffs ist durchzogen mit technischen und fachlichen Begriffen, Definitionen und Abkürzungen. Physikalische und chemische Begriffe, wirtschaftliche Indikatoren oder regulatorische Redewendungen – im Wasserstoff-ABC Erklärungen und Erläuterungen zu den einzelnen Begriffen übersichtlich dargestellt.

HYDROMEX hat ein umfassendes Wasserstoff-ABC aufgesetzt, um Neueinsteigern aber auch Experten eine schnelle Hilfestellung in der komplexen Wasserstofflandschaft zu geben.

Absorberstäbe

Zur Absorption (Aufnahme, Aufsaugen) von Neutronen im Reaktor werden Absorberstäbe verwendet. Sie sind meist mit Cadmium oder Borcarbid gefällt.

Adsorption

Bei der Adsorption bleiben Atome oder Moleküle von Flüssigkeiten oder Gasen an einer festen Oberfläche haften. Zum Einsatz kommt sie zum Beispiel bei der Trennung oder Reinigung von Gasen.

Aerogele

Aerogele sind Festkörper mit hoher Porosität (> 90%) sowie hoher spezifischer Oberfläche. Bestehen können sie u.a. aus Kunst- oder Kohlenstoff. Kohlenstoff-Aerogele kommen als Katalysatorträger bei hohen Temperaturen zum Einsatz. Sie weisen eine hohe Strukturvariabilität auf, sind elektrisch leitfähig und kostengünstig herstellbar.

AGR

Advanced Gas Cooled Reactor (ACR) – Fortgeschrittener Gasgekühlter Reaktor

Alkalische Elektrolyse

Die alkalische Elektrolyse gilt als etablierteste Form der Elektrolyse. Als Elektrolyt kommt eine alkalisch-wässrige Lösung zum Einsatz, die Elektroden bestehen meist aus Metall. Zur Trennung von Kathoden- und Anodenraum wird ein poröses Diaphragma aus Keramik, Asbest oder Kunststoff genutzt.

Alkalische Membran-Elektrolyse

In einer elektrolytischen Zelle ist die Anode die positive Elektrode, an der die Oxidationsreaktion stattfindet. Bei der Wasserelektrolyse entsteht hier Sauerstoff.

Anode

In einer elektrolytischen Zelle ist die Anode die positive Elektrode, an der die Oxidationsreaktion stattfindet. Bei der Wasserelektrolyse entsteht hier Sauerstoff.

Autotherme Reformierung

Die autotherme Reformierung (ATR) ist eine Methode zur Herstellung von Wasserstoff durch die Umwandlung von Kohlenwasserstoffen, wie Methan (CH?), unter Verwendung von Sauerstoff und Wasserdampf. Diese Reformierungsmethode ist „autotherm“, was bedeutet, dass sie sowohl externe W�rmequellen als auch interne W�rmeerzeugung nutzt.

Biopolarplatte

In Batterien und Brennstoffzellen verbinden Bipolarplatten mehrere Zellen eines Stapels. Aus metallischen Werkstoffen hergestellt sind sie zwar sehr dünn, ihr hohes spezifisches Gewicht und die geringe Korrosionsbeständigkeit sind jedoch Nachteile. Konventionelle Kunststoff-Compound Bipolarplatten sind dagegen zwar korrosionsfrei, jedoch relativ dick, spröde und bruchgefährdet. Neuartige thermoplastische Bipolarplatten dagegen vereinen die Vorteile aus beiden „Welten“: Korrosionsfreiheit, eine geringe Materialdicke sowie nachträgliche Umform- sowie Verschweißbarkeit.

Blauer Wasserstoff

Die Produktion von blauem Wasserstoff basiert auf fossilen Energieträgern. Allerdings wird das dabei entstehende CO2 – anders als bei der Produktion von grauem Wasserstoff – nicht freigesetzt, sondern aufgefangen und entweder unterirdisch gelagert (CCS Carbon Capture and Storage) oder z.B. in Chemikalien oder Brennstoffe umgewandelt (CCU Carbon Capture and Utilization).

Blockheizkraftwerk

Ein Blockheizkraftwerk (BHKW) ist eine dezentrale Energieerzeugungsanlage, die gleichzeitig Wärme und elektrische Energie erzeugt. Es handelt sich um eine Form der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), bei der der gleichzeitige Einsatz von Wärme und Strom in einem einzigen Prozess erfolgt. BHKWs werden auch als KWK-Anlagen bezeichnet.

Brennstoffzelle

Anders als Batterien sind Brennstoffzellen keine Energiespeicher, sondern Energiewandler: Die chemische Energie eines Brennstoffes – z.B. Wasserstoff – wird in Elektrizität umgewandelt. Dieser Prozess läuft also genau umgekehrt zur Elektrolyse. Aber auch die Brennstoffzelle besteht aus zwei gasdurchlässigen Elektroden (Anode und Kathode) sowie einer die Gase trennenden Elektrolytschicht. Zum Einsatz kommen Brennstoffzellen z.B. in der netzunabhängigen Stromversorgung.

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